Demo gegen Studiengebühren bei Brandhorst-Museumseröffnung

Offizielle Pressemeldung:

München, 18.05.2009. Am Montag haben sich spontan ca. 100 Studierende bei der Brandhorst-Museumseröffnung versammelt, um gegen Studiengebühren in Bayern zu protestieren. Zwischen dem Mathematik-Gebäude der LMU und der Pinakothek der Moderne wurde durch einen Staatsakt in einem Festzelt das Museum Brandhorst eröffnet.
Die Anwesenheit von Ministerpräsident Horst Seehofer, des Kultusministers Ludwig Spaenle und des Wissenschaftsministers Wolfgang Heubisch lockte einige Studenten an. Mit der Anmeldung einer Eilversammlung wurde es ca. 100 Studierenden ermöglicht spontan lautstark vor dem Haupteingang des Museums für die Abschaffung der Studiengebühren in Bayern zu demonstrieren.
Ziel der Studierenden war es, mit dem Ministerpräsidenten über Studiengebühren, deren Verwendung und Folgen für die Studierenden zu reden. Anscheindend war es Horst Seehofer zu heikel mit den friedlichen Demonstranten zu diskutieren und ist, abweichend vom Protokoll, über den Hinterausgang des Festzeltes “geflüchtet”, um den Kontakt mit den Studierenden zu meiden. Selbst die zuständigen Polizeibeamten waren von diesem Verhalten überrascht.
Die anwesenden Studierenden waren schwer enttäuscht von dem Verhalten des Ministerpräsidenten. Immerhin nahm sich der Vorsitzende des Ausschusses für Hochschule, Forschung und Kultur des Bayerischen Landtags Bernd Sibler einige Minuten, um mit einer Studierendenvertreterin und einem -vertreter über die Studiengebühren zu diskutieren.